Große Helden werden bei Grand Slams geboren

Hier besteht Nachholbedarf für die deutschen Tenniscracks im Jahre 2018, meint Tobias Huber und fasst die Ergebnisse der diesjährigen Saison zusammen.

Blog – Tobias Huber

Das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres ist seit vergangenem Sonntag Geschichte. Blickt man auf die Bilanz aus Sicht des Deutschen Tennis-Bundes, so fällt diese mehr als ernüchternd und ziemlich beschämend aus.

Bei den Frauen schaffte keine einzige DTB-Spielerin den Sprung in die Runde der letzten Acht. Das männliche Geschlecht machte es kaum besser. Mischa Zverevs sensationeller Einzug ins Viertelfinale der Australian Open steht als bestes Ergebnis zu Buche. Ansonsten waren die deutschen Asse in den zweiten Turnierwochen meist nur Zuschauer.

Besonders schmerzhaft war der Niedergang der ehemaligen Nummer eins der Welt Angelique Kerber, die je zweimal im Achtelfinale (Australian Open, Wimbledon) und zweimal in der ersten Runde (French Open, US Open) scheiterte. Bei den Herren konnte Nachwuchsstar Alexander Zverev die großen Hoffnungen weder in Paris, noch in Wimbledon und in New York erfüllen.

Es kommt also noch viel Arbeit auf die neuen “Heads of Tennis“ in der Bundesrepublik Barbara Rittner und Boris Becker zu. Zwar gab es in diesem Jahr den einen oder anderen beachtenswerten Turniersieg für Alexander Zverev, Philipp Kohlschreiber und Co. zu feiern, doch die großen Helden werden bei den Grand Slams geboren. Und da besteht definitiv dringend Nachholbedarf im Jahr 2018. Erste Ausfahrt: Melbourne Ende Januar.