Trotz vorläufiger Absage: Neckarcup bleibt am Ball

International Blog – Florian Heer

Die Tennis-Tour steht still und keiner weiß wie lange dieser Zustand noch anhalten wird. Fest steht jedoch, dass bis Anfang Juni keine Turniere ausgetragen werden. Bis jetzt sind drei internationale Events in Deutschland von der Zwangspause betroffen. Neben dem Porsche Tennis-Grand-Prix in Stuttgart und den BMW Open in München fällt auch der NECKARCUP in Heilbronn der Corona-Pandemie zum Opfer.

Ausgezeichnet als ATP-Challenger-Turnier der Jahre 2017, 2018 und 2019 sollte die siebte Auflage des Sandplatzevents vom 11. bis 17. Mai auf der Anlage des TC Heilbronn Trappensee stattfinden. „Wir waren mit den Vorbereitungen bereits soweit, dass wir innerhalb von zwei Wochen hätten loslegen können“, verriet Turnierdirektor Metehan Cebeci im Rahmen unseres Tennis-Podcasts „Challenger-Corner“.

Turnier bleibt startklar

Dieser Status ist bis jetzt unverändert. „Wir können immer noch sofort starten“, so der 50-jährige, der zusammen mit seiner Frau Mine und deren Geschäftspartner Tom Bucher für die Organisation des Turniers verantwortlich ist. „Jetzt gilt es allerdings erstmal die Entwicklungen abzuwarten.“

Als Nachfolger des legendären Hallen-Challengers in der Gemeinde Talheim im Landkreis Heilbronn, bei dem bereits Michael Stich und Robin Söderling triumphierten, konnte der NECKARCUP in den Folgejahren ebenfalls mit einer beeindruckenden Siegerliste aufwarten. Alexander Zverev, Nikoloz Basilashvili, Rudolf Molleker, Jan-Lennard Struff und Filip Krajinovic lauten die Namen der Champions seit der Erstauflage im Jahre 2014.

Mögliche Verlegung in den September

Ob es einen Sieger 2020 geben wird steht indes in den Sternen. „Wir sind in stetigem Austausch mit der ATP, um gegebenenfalls für den Spätsommer einen Alternativtermin zu finden, an dem wir den 7. Heilbronner NECKARCUP ausrichten könnten“, erklärt Cebeci. „Wenn die ATP wieder grünes Licht geben sollte, gehe ich allerdings davon aus, dass die ATP-Tour Vorrang bekommt. Dann erst würden die Challenger bezüglich Terminvorgabe zum Zuge kommen.“

Die Suche nach einem etwaigen Ersatztermin wird sich laut Cebeci zweifelsohne schwierig gestalten. Von der Verlegung der French Open, über die Bundesliga und Ferienzeit bis hin zum Beginn der Medenrunde in Deutschland. Alles wird Auswirkung auf die Turnierplanung haben. „Es ist gerade alles sehr kurios,“ gibt sich auch der ehemalige türkische Jugendnationalspieler und Württembergische Meister, der selbst eine Tennisschule betreibt, überrascht von der dynamischen Entwicklung im Saisonkalender.

Einen konkreten Wunschtermin hat Cebeci gegenüber den Verantwortlichen in Monaco bereits geäußert. „Zwischen den US-Open und Roland-Garros Anfang September wäre was machbar. Ob das Turnier am Ende tatsächlich stattfinden wird ist eine andere Sache. Zumindest weiß die ATP aber, dass der NECKARCUP am Ball bleibt, fertig ist und sofort loslegen kann!“